Kein HYPE, sondern ein MUST-HAVE für 2025

In der Politik dreht sich die letzten Jahre viel um CO2. Man spricht von Netto-Null-Zielen und Energiestrategien, um die Klimakrise zu bewältigen. Einige Jahre davor warnte die Politik noch vor dem Ozonloch und der Atomenergie. Und während Corona war kurzzeitig
alles nur noch halb so wichtig…

 

Verständlicherweise glauben einige Unternehmer, dass das Thema Umweltmanagement und Nachhaltigkeit ein HYPE sei, auf dessen Zug man (noch) nicht aufspringen muss.

Das Gegenteil ist der Fall, behautet Roman Rauper, Geschäftsführer der FEE-Consult AG, im Gespräch mit Sarah Burch.

«Umweltmanagement wird Jahr für Jahr wichtiger»

Auch wenn das Umweltmanagement in vielen Branchen heute noch ein «Differentiator» zur Konkurrenz darstellt, so wird es bald zum «MUST-HAVE». Wer sich den Themen zum Umweltmanage­ment nicht stellt, wird kurz oder lang in vielerlei Hinsicht ins Hinter­treffen geraten. Es macht deshalb Sinn, noch heute die Weichen zu stellen…

 

Roman Rauper untermauert seine Behauptung mit folgenden drei Trends bzw. Fakten:

 

  1. Die Lieferanten-Nachhaltigkeit wird zum Einkaufskriterium
  2. Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt bzw. wird gefördert und gefordert
  3. Die Gesetzgebung wird Umweltmanagement einfordern und weiter regulieren.

Lieferanten-Nachhaltigkeit /
Corporate Sustainability

 

Wer heute als Einkäufer in der Industrie unterwegs ist, hat sicher schon von ISO 14001 und vom ecovadis Label gehört, erklärt Roman Rauper.

Denn seit einiger Zeit werden viele Einkäufer angehalten diese auch bei ihren Lieferanten einzufordern. Und dabei handelt es sich nicht nur um Grosskonzerne.

Die FILTROX AG zum Beispiel, ein Familienunternehmen mit 280 Mitarbeitern aus St. Gallen, hat sich laut ihrer Homepage für 2030 folgendes Ziel gesetzt:

 

«Wir produzieren 100% unserer Produkte aus Rohstoffen von Lieferanten mit Nachhaltigkeitszertifikat.»

Wie das Beispiel zeigt, werden Nachhaltigkeitsziele von den Firmen publiziert, um sich vor Kunden, Mitarbeitenden und Lieferanten klar zum Thema zu positionieren.

 

Lieferanten sind gefordert

Aus Sicht der Zulieferanten spürt man diesen Trend der Kunden.

Wer heute in der Industrie im QEHS-Bereich arbeitet, erhält öfters Umfragen von Kunden, welche detaillierte Fragen über die Nach­haltigkeitsstrategie und Umweltziele der Firma beantwortet haben wollen. Dabei steht die ISO 14001 Zertifizierung meist im Vorder­grund, gefolgt von der Frage nach dem ecovadis-Rating. Diese
Anfragen haben in den letzten Jahren stark zugenommen und steigen noch immer an.

«Lieferanten-Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Killerkriterium.»

Wer nicht nachhaltig arbeitet, wird nicht berücksichtig!

Wer nachhaltig arbeitet und dies mittels einer entsprechenden Zertifizierung oder eines Labels beweisen kann, wird berücksichtigt – wobei natürlich noch weitere Kriterien für die Zusammenarbeit ausschlaggebend sind.

 

 

Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt bzw. wird gefördert

Man kann die Generation Z (Gen Z) mögen oder nicht. Fakt ist, dass die junge Personengruppe, welche derzeit in die Geschäftswelt eintritt, den Sinn der Arbeit viel höher gewichtet als früher.

Natür­lich gilt es jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin als Individuum zu betrachten, d.h. nicht auf jede Person der Gen Z stimmt obige Aussage zu. Trotzdem ist ein klarer Trend in vielen Studien erkenn­bar. Die Wichtigkeit dieser Forderung nach dem Sinn wird verstärkt durch den Fachkräftemangel.

Der Trend zeigt auf:

«Wer heute gute Mitarbeiter finden und langfristig binden will, muss attraktiv sein und Sinn stiften.»

Und ja, bei einer Firma zu arbeiten, welche das Umweltmanage­ment hochhält, ist für viele jungen Menschen um einiges sinnvoller als bei einer Organisation zu arbeiten, welche es nicht tut, so Roman Rauper.

Somit prüfen junge Bewerber meist schon vor dem Vorstellungs­gespräch, ob die Firma sich mit Umweltmanagement und Nach­haltigkeit befasst bzw. wie sie sich positioniert. Dieser Trend wird weiter zunehmen.

«Eine Firma, welche kein Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet, wird langfristig auf dem Arbeitsmarkt vermehrt Probleme haben, gute Arbeitskräfte zu rekrutieren.»

 

 

Die Gesetzgebung wird Umweltmanagement einfordern und weiter regulieren

CSRD (Corporate Sustainability Reporting Direktive) ist die neue EU-Richtlinie zur Unternehmens-Nachhaltigkeitsberichter­stattung und Teil des «European Green Deal». Die Richtlinie ändert die Anforderungen an die nichtfinanzielle Berichterstattung tief­greifend.

Die CSRD zielt auf die Einführung verbindlicher EU-Standards ab, sowie die Erhöhung der Rechenschaftspflicht von Unternehmen in Umwelt- und Nachhaltigkeits-Themen. 

«Die CSRD fordert, dass jedes Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt.»

Dieser soll:

  1. allgemeine Anforderungen wie Nachhaltigkeitsstrategie, Wesentlichkeitsanalyse und Umweltpolitik abdecken
  2. klare Kennzahlen und deren stetige Verbesserung im Bereich Umweltverschmutzung (inkl. CO2 Ausstoss), Wasserverbrauch, Biodiversität und Ressourcen­nutzung

Ab dem 1. Januar 2025 sind Unternehmen, die über 250 Mitarbei­tende und 40 Mio. EUR Umsatz haben, in Europa CSRD berichts­pflichtig. Schon ab dem 1. Januar 2026 gilt diese Pflicht für Organi­sationen mit 10 Mitarbeitenden und 700’000 EUR Umsatzerlösen.

Natürlich ist dies ein Gesetz der EU, doch Trends in der Schweiz gehen ganz klar in die gleiche Richtung, zumal diese Regulierun­gen auch mit der Energiestrategie 2050 einhergehen. Zudem be­trifft dieses Gesetz schon heute alle Schweizer Firmen, welche ihre Produkte in den EU-Raum liefern.

 

 

 

Fazit

 

Wer es verpasst, schon heute eine Umweltmanagement- und Nachhaltigkeitsstrategie sowie entsprechende Prozesse aufzu­bauen, wird

  1. vom Gesetz dazu gezwungen und
  2. von Kunden und jungen Fachkräften nicht mehr berücksichtigt.
Zum Aufbau oder Verbesserung des Umweltmanagements und der Nachhaltigkeit empfiehlt Roman Rauper die F.E.E.®-Methode einzusetzen.

Die F.E.E.®-Methode hilft effizient und zielgerichtet eine auf die Organi­sation zugeschnittene Nachhaltigkeitsstrategie, inklusive den wich­tigsten Prozessfraktale und dem entsprechenden Reporting, zu entwickeln.

Roman Rauper und die weiteren Partner der FEE-Consult AG stehen jedem interessierten Unternehmen gerne zur Verfügung.

 

 

Roman Rauper ist fasziniert von Energie, der Stromerzeugung und dessen Verwendung. Dass er in den 90er Jahren die Ausbildung als Elektroniker und Elektroningenieur in Angriff nahm und erfolgreich abschloss, über­raschte in seinem Umfeld niemanden – auch nicht der Fakt, dass sein Eigenheim, welches er 2015 mit seiner Frau erbaute, ein Minergie-Energie-Plus Haus ist, welches mehr Strom produziert, als die Familie verwertet. Das Gebäude ist entsprechend mit LEDs und Sensoren, Wärmepumpe, PV und Solarthermie, sowie weiteren technischen Finessen ausgestattet.

Doch Roman Rauper ist auch Unternehmer und gibt zu, dass er die Investi­tionskosten in die PV-Anlage seines Hauses als Privatmann aus Überzeu­gung gemacht, für die eigene Firma jedoch dieselbe wohl nicht getätigt hätte. Der ROI hat sich damals schlichtweg nicht gerechnet. Heute, bei den bestehenden Gas-, Öl und Strompreisen im Jahr 2023, sieht diese Rech­nung wieder komplett anders aus.

Roman Rauper ist aber nicht nur Elektroingenieur und Unternehmer, son­dern hat sich nebenbei zum Experten im Qualitäts- und Umweltmanage­ment hochgearbeitet. So hat er sich schon vor der Jahrtausendwende mit Umweltmanagement befasst und seither Unternehmen bei der ISO 14001 Zertifizierung begleitet bzw. war er oft als Qualitätsmanager für die erfolgreiche Zertifizierung selbst verantwortlich.

Im Jahr 2008 konnte er z.B. mit seinem Team in der Oerlikon Balzers die globale ISO 14001 multisite Zertifizierung feiern, bei welcher 30 Länder­gesellschaften in einem Zertifikat zusammengefasst wurden. Damals war diese weltweite Zertifizierung noch ein Wunsch der Konzern­leitung, welche sich von der Konkurrenz abheben wollte, heute wird es je länger, desto mehr zur Pflicht.